FOTOPREIS
MÜHLEN IN SCHWABEN

Die neue Dokumentation der Bezirksheimatpflege zu mehr als 1.000 Mühlen in Schwaben.

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Kapellen und Weihnachtsmarkt: 9. Bezirks-Fotopreis findet die Schönheit in Schwaben

Der Bezirk Schwaben mobilisierte 2018 alle fotobegeisterten Bürger mit  hiesigem Wohnsitz, die „Schönheit in Schwaben“ in seinen Landschaften, Menschen, Bauten oder Dingen zu entdecken. Preise gingen nach Kaufbeuren, Dillingen und Memmingen. Preisverleihung war im Kloster Roggenburg (Lkr. Neu-Ulm).

Nach der dörflichen Bauweise, der Kulturlandschaft, der Gartenkultur, den Denkmälern, den Bräuchen in Schwaben sowie den hiesigen Flüssen und Gewässern widmete sich der aktuelle Fotopreis dem Thema „Schönheit in Schwaben“. „Bei allen bisherigen Ausstellungen gab es ein nicht benanntes Grundmotiv, die Suche nach dem schönen Bild“, erläuterte der Initiator des Fotopreises, Bezirksheimatpfleger Dr. Peter Fassl, das diesjährige Motto: „Seien es Bauernhäuser, Landschaften, Denkmäler, Gärten, Tiere, Menschen oder Gegenstände ‒ es gibt durch alle Zeiten und Kulturen die Frage nach dem Schönen. Lange war sie verbunden mit der Überzeugung, dass das Schöne auch das moralisch Gute sei.“ Bei allen individuellen Sichtweisen, stellten Fassl und die Bezirkstagsvizepräsidentin Barbara Holzmann bei der Preisverleihung fest, gibt es ein menschliches Bedürfnis nach Schönheit!

Bezirksheimatpfleger Dr. Peter Fassl würdigte die Preisträger und Motive wie folgt:

1. Preis: Loreto-Kapelle Kaufbeuren, Foto: Gregor Derzapf

1. Preis

Gregor Derzapf, Kaufbeuren: Loreto-Kapelle bei Biessenhofen

Geradezu dramatisch zeigt sich die Loreto-Kapelle bei Biessenhofen. Die Gewitterwolken ballen sich zusammen, ein letzter Lichtkegel beleuchtet die Kapelle. Im Vordergrund verweisen die Schatten der Bäume auf die untergehende Sonne. Gleich wird das Unwetter losbrechen. Dieser kurze Moment davor, eingefangen mit perfekter Modellierung der Landschaft, atmosphärischen Dichte, Schärfe/Unschärfe, Hell-Dunkel-Differenzierung, war seit dem 17. Jahrhundert ein Projekt der Landschaftsmalerei. Zu diesem perfekten Bild gehören der Blick, Vorstellungskraft, Geduld, Können und etwas Glück.

2. Preis: Böllerschießen Dillingen, Foto: Karl Aumiller

2. Preis

Karl Aumiller, Dillingen: Böllerschießen an Neujahr bei der Sebastians-Kapelle in Holzheim/Dillingen

Seit dem 19. Jahrhundert wird an vielen Orten in Schwaben das Neujahr angeschossen, hier von einer ganzen Kompanie, aufgereiht wie Bäume einer Allee, die zur Kapelle führen. Genau der Moment des Schießens mit Pulverdampf und Feuerblitz ist eingefangen. Die ruhige mit Raureif bedeckte Landschaft, die Kapelle im Hintergrund und die bewegte Linie der Schützen in der Mitte bilden ein stimmungsvolles Ensemble in fein abgestufter Farbigkeit.

3. Preis: Memminger Weihnachtsmarkt, Foto: Winfried Schwarz

3. Preis

Winfried Schwarz, Niederrieden: Memminger Weihnachtsmarkt auf dem Marktplatz

Vom Kirchturm der St. Martinskirche aufgenommen bildet der Weihnachtsmarkt am Marktplatz den einzigen hell leuchtenden Ort in der dunklen Stadt, deren schneebedeckte Häuser den Hintergrund konturieren. Nur die Buden, Lichterketten und beleuchteten Fassaden von Rathaus und Bürgerhäusern erhellen das Bild. Das technisch perfekte Bild arbeitet das Weihnachtsgeschehen anschaulich heraus: Und das Licht leuchtet in der Finsternis (Joh. 1,5).

 

Jury:

  • Bezirkstagsvizepräsidentin Barbara Holzmann
  • Martin Ebert (Fotograf)
  • Bezirksheimatpfleger Dr. Peter Fassl
  • Dr. Wolfgang Ott, (Kunst- und Kulturhistoriker)
  • Dr. Jens Soentgen (Leiter des Wissenschaftszentrums Umwelt/Universität Augsburg)

Preise: 1. Preis 1.500 Euro, 2. Preis 1.000 Euro, 3. Preis 500 Euro; Weitere rund 150 besonders gelungene Darstellungen werden für die Zusammenstellung der Wanderausstellung zu je 30 Euro angekauft.

Kostenloser Verleih der Fotopreis-Wanderausstellungen für Kommunen oder Vereine
Der Bezirk Schwaben veranstaltet seit 1989 Fotowettbewerbe, die sich mit der Kultur, Kulturlandschaft und Baukultur in Schwaben befassen. Daraus wurden Wanderausstellungen erarbeitet, die bereits an über hundert Orten gezeigt wurden: „Gerade kleineren Museen und Heimatstuben sind diese Ausstellungen willkommen“, betont Bezirksheimatpfleger Dr. Peter Fassl, „denn sie ergänzen das Jahresprogramm und können selbst mit geringem Aufwand mit örtlichen Situationen aktualisiert werden.“