FOTOPREIS
MÜHLEN IN SCHWABEN

Die neue Dokumentation der Bezirksheimatpflege zu mehr als 1.000 Mühlen in Schwaben.

KONTAKT

Bezirksheimatpflege
des Bezirks Schwaben
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86150 Augsburg
Tel.: 0821-3101-309
Fax: 0821-3101-406
E-Mail: heimatpflege(at)bezirk-schwaben(dot)de

Erste Station der Wanderausstellung „Flüsse und Gewässer in Schwaben"

Die Heimatpflege des Bezirks Schwaben präsentiert im mooseum in Bächingen ihre aktuelle Wanderausstellung „Flüsse und Gewässer in Schwaben“. 150 Fotographien aus den Bereichen „Technik am Fluss“, „Mensch und Wasser“, „Gefährdung der Natur“ u.a. sind in der Ausstellung zu sehen.
Flüsse und Gewässer bilden ein prägendes Element der schwäbischen Topographie und Kulturlandschaft. Der Bezirk Schwaben hatte deshalb für das Jahr 2014 einen Fotowettbewerb zum Thema „Flüsse und Gewässer“ ausgeschrieben.

Die Ausstellung ist vom 12. November bis 13. Dezember 2015 im mooseum in Bächingen an der Brenz, Schloßstrasse 7, zu folgenden Öffnungszeiten zugänglich: Mo.-Fr. 9.00-13.00 Uhr, So. 13.00-16.00 Uhr.

Fotowettbewerb 2014

1. Preis
Straßen- und Eisenbahnbrücke über die Wertach bei Kaufbeuren
Dieter Bergmann, Biessenhofen

Es wirkt bedrohlich: Die massiven Pfeiler, die Mächtigkeit des Spannbetons. Fast natürlich wirkt dagegen die Eisenbahnbrücke von 1904 mit Rustikamauerwerk  und ihren Bögen. Sie erinnert an alte Natursteinbrücken.

Technische Monumentalität und frühe Brückenbaukunst dominieren die Wertach. Seit der Mitte des 19. Jahrhunderts verschwinden die natürlichen Flusslandschaften, sie werden nach und nach kanalisiert. Das Gegenüber von Technik, Naturnähe und Natur wird durch die Lichtdynamik von Dunkel zu Hell, die Linienführung und die Gegensätze von scharf und unscharf akzentuiert.

Die Geschichte der technischen Unterordnung des Flusses lässt sich ablesen. Die S/W-Fotografie betont die Radikalität des menschlichen Eingriffs.

 

2. Preis
Wertach bei Kaufbeuren. Bin am Angeln, brauche Ruhe …
Gregor Derzapf, Kaufbeuren

So regelmäßig und plastisch, wie die Fäden einer Webmaschine, rauschen breitgelagert die Fluten der Wertach über die Staustufen. Es könnten auch Stoffbahnen sein, die in einen gräulich-grünlichen Spiegel übergehen. Die Harmonie, oder besser gesagt, die Fische, sucht fast in der Mitte des Flusses ein Angler, der die meditative Ruhe des Bildes stört. Er selbst kann das Getöse auch nur mit Kopfhörern ertragen.

2. Preis
Langmoos im Kemptner Wald
Herbert Stadelmann, Kempten

Selten sind die Moorlandschaften in Schwaben geworden, die wenigen noch erhaltenen stehen unter Naturschutz und werden, wenn möglich, naturiert.

Die winterliche Landschaft mit vereinzelten Wasser- und Wiesenflächen und absterbenden Kiefern, die sich wie zu einer Wand verdichten, zeigt ein ungewohntes Bild: Als schaute man in die Frühzeit der Endgeschichte, grau und nur schwach beleuchtet, grenzenlos.

Die Moorlandschaft ist anziehend und unheimlich zugleich, ihre grafische Struktur wirkt zeichenhaft und metaphorisch.

 

3. Preis
Im Donaumoos bei Günzburg
Yvonne Göppel, Burgau

Die wieder vernässten Altwasser der Donau, durch Naturlehrpfade erschlossen, zeigen Situationen, die unserer Vorstellung vom Urwald nahe kommen. Im Wasser vermodernde Bäume, dichter Pflanzenbewuchs, ein Teppich von Wasserlinsen. Begehbar ist diese grüne Symphonie nicht, nur als Wunderwerk zu bestaunen.

Die Lebendigkeit von Werden und Vergehen, betont durch die waagrechten und senkrechten Linien, und die feinen Grünabstufungen werden durch die Spannung von Schärfe und Unschärfe noch akzentuiert.

 

3. Preis
Eistobel 1
Herbert Wittal, Buchloe

Vor soviel Schönheit der Künstlerin Natur steht man immer wieder sprachlos, bewundernd und dankbar: Ein Fluss im engen Felsenbett, die bemoosten Felsen überzogen mit kleinblättrigen herbstlichem Laub, Büschen und Bäumen.

Rot- und Grüntöne bewegen im ruhigen Rhythmus die plastisch modellierte und durch das Wasser bewegte Felslandschaft, die wie ein ruhendes Lebewesen wirkt.