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MÜHLEN IN SCHWABEN

Die neue Dokumentation der Bezirksheimatpflege zu mehr als 1.000 Mühlen in Schwaben.

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Bezirksheimatpflege
des Bezirks Schwaben
Prinzregentenstraße 8
86150 Augsburg
Tel.: 0821-3101-309
Fax: 0821-3101-406
E-Mail: heimatpflege(at)bezirk-schwaben(dot)de

Die Diensträume der Bezirksheimatpflege

Die Geschäftsräume der Bezirksheimatpflege befinden sich seit Frühjahr 2001 in der Prinzregentenstr. 8 in Augsburg.

Aus der Hausgeschichte der Prinzregentenstraße Nr.8

Foto des Dienstsitzes der Bezirksheimatpflege, Prinzregentenstraße Nr. 8

Imposanter Eckbau von Architekt Walter Krauss 1901/02 im Jugendstil erbaut mit reichem Dekor, an Fensterfaschen und Gebälk wirkt die horizontale Kämmung des Putzes prägend, Vorgartenumzäunung im Original erhalten.

Aufgenommen in die Denkmäler-Liste in Bayern (Stadt Augsburg) [1].

Das zwischen Bahnhofstraße und Froelichstraße gelegene Schnurbeinsche Gartengut sicherte der Stadtmagistrat unter der Führung von Stadtbaurat Fritz Steinhäusser (1852-1929) für plangerechte Bebauung. Am 11. August 1900 beschließt der Stadtrat, die Straße mit dem Namen "Prinzregenten - Straße" zu bezeichnen.

Walter Krauss [2], geboren 12.1.1873 in Augsburg, gestorben 17.2.1951 in Wollmetshofen/Fischach, nach dem Studium Niederlassung als freier Architekt in Augsburg, 1899 Augsburger Heimat- und Bürgerrecht, 1904 gemeinsam mit Hermann Dürr (1875-1930) Gründung eines Baugeschäfts mit zusätzlichem Baustoffhandel (ab 1909).

Das Adressbuch [3] von Augsburg verzeichnet 1902 erste Bewohner und Nutzer des Neubaus Prinzregentenstr. 8:

Süddeutsche Textil-Berufsgenossenschaft, Bureaulokale der Genossenschaft; Xaver Schöner, Hausmeister, und Carl Landmann, Verwaltungsdirektor (3. Stock)

Anlage des Prinzregentenplatzes [4] ab 1901 und folgende Jahre. Am 12. März 1903 Einweihung des Prinzregenten-Brunnens [5] in Anwesenheit des regierenden Prinzregenten Luitpold anläßlich seines 82. Geburtstages. Denkmal vom Münchner Prof. Franz Bernauer, Rondell mit Brunnenanlage in bester Augsburger Tradition. Über einem oktogonalen Becken aus Muschelkalk ein monumentaler Ahnenpfeiler mit den vier gemeißelten Büsten der Vorgänger des Prinzregenten, bekrönt von der Bronzestatue, die bei der Firma Riedinger in Augsburg gegossen wurde.

Bettina Brühl

[1] Bernt von Hagen, Angelika Wegener-Hüssen: Denkmäler in Bayern, Band VII.83 (Stadt Augsburg). München 1994, S. 364

[2] Matthias Arnold: Architektur des 19. Jahrhunderts in Augsburg. Zeichnungen vom Klassizismus bis zum Jugendstil. Ausstellung der Städt. Kunstsammlungen, Ehem. Goldener Saal des Rathauses. Augsburg 1979, S. 57

[3] Adressbuch der Stadt Augsburg

[4] Norbert Lieb: Augsburgs bauliche Entwicklung als Ausdruck städtischen Kulturschicksals seit 1800. In: ZHVS, 58. Band (1951) Wiederaufbau und Tradition Kirchlicher und Profaner Bauten in Augsburg und Schwaben. Augsburg 1951, S. 1-112

[5] Historische Abbildung in Franz Häußler: Augsburg-Album. Fotos von anno dazumal. Augsburg 1990, S. 127