Schwäbische Theatertage

Alle zwei Jahre organisiert die Bezirksheimatpflege sogenannte Theatertage.

Rückblick

14. Schwäbische Theatertage
am 27. und 28. Oktober 2018
in der Schwabenakademie Kloster Irsee

Unter dem Motto „Scherz, Satire und Ironie. 200 Jahre Schwaben in Bayern“ erlebten die Akteure und Teilnehmer der Theatertage 2018 ein abwechslungsreiches Programm verschiedenster Gruppen aus Schwaben, charmant moderiert von Helga Schuster. Alles drehte sich um die Fragen, wie die Gemütslage der Schwaben in Bayern ist, wie heimisch sie sich fühlen, welche politischen Verwicklungen es gab und gibt, warum Napoleon an allem Schuld ist und auch das Schwäbische sprachlich durch die Franzosen geprägt wurde.
 
Zu Beginn und zum Abschluss standen zwei Uraufführungen „Reigeschmeckter“ und „Ein Engel in München“ auf dem Programm, die Robert A. Riegger extra im Auftrag der Bezirksheimatpflege geschrieben hatte. Gespielt wurden sie von einem für die Theatertage zusammengestellten „Schwaben-Ensemble“ unter der Leitung von Jörg Schur. Nach dem unterhaltenden Start, wie man an einem altbairischen Stammtisch als Schwabe bestehen kann, folgten zwei lustige Sketche aus der Feder von Maria Störk, die en passant die Herkunft einiger im Schwäbischen gebräuchlicher Wörter erklärten. Noch vor dem Mittagsessen begeisterte die Kinder- und Jugendgruppe von Cornela Beßler mit ihrer spielfreudigen Karl-Valentin-Adaption in Ostrachtaler Dialekt.
 
Die historischen Zusammenhänge um Pfaffenhofen im Mittelalter sowie den kurzen Aufenthalt von Napoleon im schwäbischen Marktflecken vor der Schlacht von Elchingen brachte Nikolaus Maucher und sein Brett-im-Stoi-Ensemble auf die Bühne. Gezeigt wurden einzelne Szenen sowie ein Video der zuletzt 2003 aufgeführten Produktion, die eindrücklich das große Engagement und den Spielwitz des Jugendspielkreises Pfaffenhofen bewiesen. Anschließend übernahm die Showgruppe Helga Schuster mit ihrem „Schwaben-Rap“ und weiteren Szenen in Mundart das Kommando und begeisterte singend und tanzend die Zuschauer. 
 
Zum Abschluss der Theatertage mussten vom „Schwaben-Ensemble“ nur noch aufbrechende Konflikte zwischen schwäbischen und „echten“ bayerischen Abgeordneten nach den Landtagswahlen lautstark und auch handgreiflich geklärt werden. So ging ein unterhaltendes, inhaltsreiches und dicht gedrängtes Programm zu Ende.

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