Literaturpreis 2026

Die Preisträgerinnen und Preisträger

1. Preis (2.500 €): Fee Katrin Kanzler für den Text „Use it!“

Fee Katrin Kanzler, geboren 1981 in Ulm, studierte Philosophie und Anglistik in Tübingen und Stockholm. Ihr Debütroman "Die Schüchternheit der Pflaume" war für den aspekte-Literaturpreis des ZDF nominiert. Ihr zweiter Roman "Sterben lernen" erschien in der Frankfurter Verlagsanstalt, der Erzählband "Ameisenschnee" im danube books Verlag. Ihre literarische sowie bildkünstlerische Tätigkeit dokumentiert sie auf ihrer Website: www.fairy-club.de

Ihr Text "Use it!" klingt frech und weise zugleich, er ist wütend, aber auch versöhnlich, er ist und nimmt erst, aber auf humorvoller Grundierung. Ihre Geschichte ist schöne Literatur, die mit Sprache malt.

2. Preis (2.000 €): Klaus Tigges für den Text „Das Ohr der Stadt“

Klaus Tigges wurde 1952 in Brachthausen im Sauerland geboren und arbeitete bis zu seiner Pensionierung im Jahr 2018 als Raumfahrtingenieur. Seit 2019 übt er eine ehrenamtliche Lehrtätigkeit in einer sozialen Bildungseinrichtung aus. 2024 begann er mit dem Schreiben von Prosatexten. Seine Geschichten erzählen mit feinem Humor und großer Herzenswärme von den kleinen Wundern des Alltags, von den leisen Momenten des Lebens und den Menschen hinter den alltäglichen Begegnungen. Seit 2025 ist er Mitglied der literarischen Vereinigung Signatur e. V. und nimmt regelmäßig an Lesungen teil. Im selben Jahr erschien sein erstes Buch "Schatz und Schätzchen".

Sein Text besticht mit kurzen, prägnanten Sätzen, während des Schreibprozesses stand jedes Wort zur Disposition, die eigentliche Arbeit war das Weglassen überflüssiger Sätze und am Ende waren weniger Buchstaben deutlich mehr. 

3. Preis (1.500 €): Silvia Berger für den Text „Auf der Liege“

Silvia Berger wurde 1958 in Tübingen geboren. Nach dem Abitur und einem längeren Aufenthalt in Indien, studierte sie Freie Malerei und Christliche Kunst in München, im Zweitstudium Evangelische Theologie. Anschließend folgten Auftragsarbeiten vor allem für Kirchen im bayerischen und schwäbischen Raum sowie die Veröffentlichung fiktiver Texte und Fachliteratur über Kunst und Religion.

Ihr Text greift das Thema "Ins Ohr" auf unkonventionelle Weise auf und verdient die Würdigung, weil er das Thema nicht illustriert, sondern weiterdenkt.

Sonderpreis für junge Autorinnen und Autoren (600 €): Lisa Haberbosch für den Text „Zehn Reihen“

Lisa Haberbosch, geboren 2004, wuchs in Konstanz am Bodensee auf. In ihrer Freizeit schreibt sie Kurzgeschichten. Nach einem Freiwilligen Sozialen Jahr in Rumänien studiert sie heute Medizin in Leipzig.

Aus der Genauigkeit, mit der alltägliche Szenen geschildert und in einem anderen Licht gesehen werden, speist sich die Schönheit und der Zauber dieses Textes, sein eigener poetischer Ton.